Pfälzische Weinprinzessin Denise Grauer
Pfälzische Weinprinzessin Denise Grauer

Wohnort: Steinweiler

Alter: 32 Jahre

Hobbys: Laufen und Freeletics, mit den Freundinnen nach Feierabend Wein trinken gehen, Weinwanderungen, Kunst, Malen  

Ausbildung: Studium der Deutsch-Italienischen Studien und Studium der Rechtswissenschaften

Arbeitsplatz: Rechtsanwältin bei Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Hamburg


Das Ergebnis einer geselligen Runde mit Freunden war für Denise Grauer aus Steinweiler die Bewerbung für das Amt der Pfälzischen Weinhoheit. Alles andere als eine Schnapsidee, denn schon seit vielen Jahren interessiert sich die studierte Juristin nicht nur für Wein, sondern tritt im Freundeskreis als Botschafterin des Winzer-Produktes auf und begeistert somit auch Anfänger für das Thema. Die 32-Jährige liebt die Vielseitigkeit von Riesling, die unkomplizierte, offene und bodenständige Pfälzer Mentalität und fühlt sich vor allem im Spätsommer mit Federweißem und Zwiebelkuchen so richtig wohl. Sie möchte in ihrem Amtsjahr die Begeisterung für Wein raus aus der Pfalz tragen und auch den hartnäckigsten Biertrinker überzeugen, ein weiteres Glas Riesling zu trinken


6 Fragen an Denise Grauer


Warum willst Du Pfälzische Weinkönigin werden und seit wann verfolgst Du dieses Ziel?
Ich hatte schon immer ein Interesse und eine Vorliebe für Wein. Zudem mag ich es einfach mit Freunden Wein zu genießen und dabei auch immer wieder neue Weine zu entdecken und andere dafür zu begeistern.
Tatsächlich kam die Idee für das Ehrenamt als Pfälzische Weinhoheit eigentlich von einem Freund als wir in Hamburg in privater Runde eine Weinprobe veranstaltet haben und er meinte: „Du bist einfach die perfekte Wein-Botschafterin und machst das doch privat sowieso die ganze Zeit. Wieso nicht als offizielles Ehrenamt?“
 

Wo liegt die Stärke des Pfälzer Weines?
Als zweitgrößtes Weinanbaugebiet Deutschlands bietet die Pfalz von der Französischen Grenze bis ins Zellertal, vom Pfälzer Wald bis in die Rheinebene, vom Riesling bis zum Spätburgunder, vom spritzigen Winzersekt bis zum süßen Eiswein, vom Literwein bis zum Großen Gewächs eine unfassbare Vielfalt.
Dadurch besitzt die Pfalz ein einzigartiges Terroir mit verschiedenen Bodentypen und individuellen Lagen, dass diese enorme Sorten- und Geschmacksvielfalt hervorbringt und wodurch letztlich für jeden Geschmack etwas dabei ist.
 

Was magst Du an der Pfälzer Mentalität besonders gerne?
Gerade jetzt in Norddeutschland ist mir erstmals richtig bewusst geworden, was die Pfälzer Mentalität vor allem auszeichnet und wieviel davon ich tatsächlich auch in mir selbst erkenne. Für mich steht das Pfälzer-Sein vor allem für eine Unkompliziertheit und Nahbarkeit, für Offenheit, Bodenständigkeit und eine ehrliche Geselligkeit.
 

Was war Dein verrücktestes Erlebnis?
Aufgrund der Corona-Pandemie hatte ich mich schon darauf eingestellt, meinen Geburtstag im April 2020 gar nicht zu feiern. Schließlich überraschte mich aber eine Freundin mit einem selbstgebackenen Kuchen und einer riesigen Flasche Winzersekt. Um den Sicherheitsabstand von 1,5m einzuhalten trafen wir uns mit unserer Picknickdecke wie viele andere an diesem sonnigen warmen Tag an der Alster in Hamburg. Weil wir so viel Sekt und Kuchen hatten, habe ich den Menschen die neben uns saßen und jedem der auf einem Boot oder SUP-Board vorbei paddelte ein Stück Kuchen und einen Becher Sekt geschenkt und so ein bisschen nicht nur mit meiner Freundin, sondern auch mit halb Hamburg meinen 32. Geburtstag gefeiert. Das war ein wunderschöner und unvergesslicher Tag.
 

Wenn Du eine Sache in der der Welt verändert dürftest: Was wäre das?
Ich würde mich dafür einsetzen, eine weltweite Gleichberechtigung von Männern und Frauen zu erreichen. Auch in unserer Gesellschaft ist das in vielen Bereichen noch immer nicht vollständig verwirklicht. Ich wünsche mir, dass junge Frauen entgegen jedem „Du kannst das nicht“, „Das macht man nicht“ und sonstigen gesellschaftlichen Widerständen auf ihre innere Stärke vertrauen und den Mut finden, ihren Weg für sich zu gehen. 
 

Wie stellst Du Dir das kommende Amtsjahr vor und was wünschst Du Dir für dieses?
Als Pfälzische Weinkönigin möchte ich meine Leidenschaft für unseren Wein gerade auch außerhalb der Pfalz, vor allem in Norddeutschland weitertragen und viele Menschen für die Pfalz und den Pfälzer Wein begeistern. Es macht mir unglaubliche Freude mit einer Pfälzer Kiste im Kofferraum die Hamburger Kollegen zu begeistern. Und wenn am Ende der hartnäckigste Biertrinker fragt, ob vielleicht „doch noch eine Flasche von diesem spritzigen Riesling“ da sei und ob er die haben könne, ist das das schönste Kompliment an unsere Region überhaupt.